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97215 Uffenheim, Zuchtschweinestall Düll

Pressemeldung „Tag der offenen Tür“ BV Düll

Nach einer Gesamt-Bauzeit von nur 18 Wochen und einem reibungslosen Ineinandergreifen aller am Bau beteiligten Firmen freute sich die Familie Düll in Brackenlohr ihren neu errichteten Sauen- und Ferkelaufzuchtstall der interessierten Öffentlichkeit beim Tag der offenen Tür am Sonntag den 30.03.2008 vorstellen zu können.
In der Zeit von 10.00 – 17.00 Uhr bestand die Möglichkeit, den neuen Stall zu besichtigen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Nach Abschluß der Lehrzeit in Ferkelerzeugerbetrieben und der Landwirtschaftsschule, besuchte der 24 jährige Sohn Dietmar die HLS Triesdorf, die er im Jahre 2006 mit Erfolg beendete. Anschließend fand eine Umstrukturierung des elterlichen Betriebes statt, in dem der komplette Rinderbestand einschl. Milchkühen und Bullen abgeschafft wurde. Die Planungsphase für den Neubau sowie die Verhandlungen mit verschiedenen Behörden fand ihren Abschluß in der Gründung einer GbR, bestehend Vater, Mutter und Sohn zum 01.07.2007.
Mit Fertigstellung des Neubaus erfolgt jetzt der Einstieg in die Ferkelerzeugung.

Der Stall mit einer Länge von 57,23m und einer Breite von 26,25m wurde aus hochwertigen Stahlbeton-Fertigteilen mit innenliegender Dämmung – sogenannte Sandwichwänden - hergestellt und in nur zwei Wochen montiert. Die Sandwichwände mit einer Gesamtdicke von 36,5cm verfügen über eine optisch ansprechende und pflegeleichte Oberfläche und sorgen durch ihren Wandaufbau für ein ausgewogenes Stallklima. Um den für die Unterflurabsaugung erforderlichen Kanalquerschnitt zu erreichen, wurde die Bodenplatte unterhalb des Zentralganges 80cm tiefer als die Bodenplatte der einzelnen Abteile ausgeführt. Der Güllekeller verfügt über eine lichte Höhe von ca. 90cm, die Abteile über eine lichte Höhe von ca. 3,00m. Die für die Belichtung erforderlichen Fensteröffnungen wurden bereits bei der Produktion der einzelnen Fertigteile berücksichtigt und in Form von pflegeleichten Kunststoffzargen und Kippflügelfenstern mit Isolierverglasung eingebaut. Als Dachform wurde ein Satteldach mit einer Dachneigung von 16° und einer Konstruktion aus Nagelplattenbindern mit einer Dacheindeckung aus rotbraunen Faserzement-Wellplatten gewählt.

Der Neubau umfasst:

- 4 Abferkelabteile mit insgesamt 60 Sauen und Saugferkel
- 1 Deckabteil mit 64 Sauen, 12 Jungsauen und 1 Eber
- 1 Warteabteil mit 120 Wartesauen
- 3 Ferkelabteile mit insgesamt 900 Ferkeln

Die Abferkelkäfige in den Abteilen verfügen über einen oben schmalen und unten einen breiteren Aufbau, was ein langsameres Ablegen der Sauen zur Folge hat. Der Kipptrog ist mit Aqua-Level und Sauennippel ausgestattet. Die Buchtenböden bestehen aus Streckmetall mit Warmwasserplatte, unter der Sau liegt ein Gussrost. Die Kastenstände im Deckzentrum sind mit hochgelegten Edelstahltrögen ausgerüstet. Besonderheit hierbei ist, dass die Kastenstände ohne das Öffnen der Tür betreten werden können. Der Wartestall besteht aus Laufbuchten mit integrierten Kastenständen für Problemsauen. Die Ferkelabteile sind mit Kunststoffrosten und anteiliger Fußbodenheizung ausgerüstet. Die Fütterung der Tiere erfolgt über Trockenfütterungsanlagen.

Hochwertiges Mischfutter wird mit einer computergesteuerten Mahl- und Mischanlage hergestellt. Das geschlossene, staubarme System arbeitet mit einer gebläselosen Mühle, die dank elektronischer Lastregelung und hochwertiger Arbeitswerkzeuge sehr stromsparend arbeiten kann. Um das hofeigene Getreide annehmen, reinigen und lagern zu können, werden im nächsten Bauabschnitt, der in Kürze folgen wird, drei Außensilos mit dazugehöriger Technik aufgebaut.

Die Güllelagerung erfolgt in einem Tiefbehälter mit über 800 m³ Inhalt.
Das Lüftungskonzept besteht aus einer Unterdrucklüftungsanlage als Unterflur – Zentralabsaugung:

Die unterflur abgesaugte Stallabluft wird über Unterflurabluftkanäle zentral über zwei Etavent-Energiesparventilatoren und zwei Standard-Drehstromventilatoren in Gruppensteuerung, einseitig am Giebel sowie in der Stallmitte abgeführt. In jedem Stallabteil übernimmt die Drosselklappenregelung die exakte Luftratenregelung. Für die Steuerung des Lüftungssystems kommen digitale Lüftungscomputer der neuesten Generation, die über das bewährte LON-Netzwerk miteinander verbunden sind, zum Einsatz.
Die automatisch geregelte Zuluft gelangt im Sommer über giebelseitige Außenwandjalousien in die Stallabteile. Im Winter fliesst die Luft über motorisch betriebene Verschlussklappen vom Dachraum über den zentralen Zuluftkanal und der abgehängten Zuluftdecke zu den Tieren. Als Besonderheit kommt ein Luft-Luft-Hochleistungswärmetauscher in GfK-Ausführung zum Einsatz, der für eine Erwärmung der Zuluft sorgt. Er wird durch einen speziellen Klimacomputer in Abhängigkeit der momentanen Luftrate und Zulufttemperatur geregelt und steuert ausserdem auch die integrierte Wascheinrichtung an. Diese verhindert die Verschmutzung des Wärmetauschers und gewährleistet somit einen optimalen Wirkungsgrad. Eine Alarmanlage sorgt für die nötige Sicherheit. Sie ist akkugepuffert und meldet im Falle einer Störung, auch bei Stromausfall, sicher über das angeschlossene Telefonwählgerät.

Familie Düll und alle am Bau beteiligten Firmen freuten sich über der großen Ansturm an Besuchern.

Schick-Bau-Referenzen

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